Nachbestellung

Tryton kann auf Grund der bisherigen Verkäufe abschätzen, wie lange der aktuelle Lagervorrat noch ausreicht und wieviel Sie nachbestellen sollten. Hier zeigen wir Ihnen, wie das geht.

Bei Fragen melden Sie sich ungeniert auf contact@tryton.cloud.

Bedarfsprognose

Als ersten Schritt hilft Ihnen Tryton zu ermitteln, wie gross der Bedarf an Waren für die nächste Periode sein wird. Sie geben dafür eine Vergleichsperiode an, zum Beispiel die gleiche Periode des Vorjahres oder auch einfach der letzten Monat.

  • Gehe zu >Lager & Inventur >Bedarfsprognose
  • Erstelle eine neue Bedarfsprognose
    • Geben Sie das Lager an, mit dem gerechnet werden soll (z.B. "Warenlager")
    • Beim "Von Datum" geben Sie das Start-Datum der zu rechnenden zukünftigen Bedarfsperiode an.
    • Beim "Bis Datum" geben Sie das End-Datum an.
  • Klicken Sie auf "Bedarfsperiode durchführen".
    • Jetzt wird die Vergleichsperiode abgefragt. Standardmässig wird die gleiche Periode des Vorjahres eingesetzt. Sie können aber auch eine andere Periode definieren. Bitte wählen Sie die Vergleichsperiode gleich lange wie die zukünftige Bedarfsperiode, da Tryton keine Umrechnung unterschiedlicher Periodendauern durchführt.
    • Sie können hier auch Artikel auswählen, falls Sie nur den Bedarf spezifischer Artikel rechnen möchten.
    • Optional: Je nach eingeschalteten Modulen können Sie hier auch die "Reichweite" der Artikel sehen. Sie zeigt an, wie viele Tage die an Lager liegende Menge noch etwa ausreichen sollte.
  • Klicken Sie auf "Durchführen"
    • Info: Bitte beachten Sie, dass man pro Periode nur eine Bedarfsanalyse rechnen lassen kann. Überlappungen sind nicht erlaubt, da sich die Resultate sonst verfälscht würden.

Es werden Ihnen nun die Artikel und deren errechneter Bedarf angezeigt.

  • Sind Sie der Meinung, dass man von einem Artikel weniger oder vielleicht auch viel mehr braucht (z.B. wegen einer Aktion oder Weihnachten), so können Sie die vorgeschlagenen Menge verändern.

Begriffserklärungen

Feld "Anzahl ausgeführt"

Das Feld zeigt die Mengen an, die im Prognosezeitraum tatsächlich an die Kunden ausgeliefert wurden. Es ist damit also möglich, die Prognose mit den tatsächlichen Ist-Zahlen zu vergleichen. Damit kann man die Prognose sogar nachträglich noch optimieren.

Feld "Minimale Anzahl"

Dieses Feld definiert die minimale Anzahl, die bei der Verteilung der prognostizierten Menge auf den Prognosezeitraum bei der Generierung der Lagerbewegungen verwendet wird. Einfacher gesagt - wenn die minimale Anzahl z.B. 2 ist, dann wird der prognostizierte Bedarf in 2er-Schritten gerechnet.

Ein möglicher Grund für die Änderung der Standardzahl 1 könnte sein, dass bei einem sehr langen Prognosezeitraum oder bei einer hohen Anzahl von Artikeln durch einen höheren Wert weniger Lagerbewegungen generiert werden müssen und somit die Berechnung der Bestellvorschläge beschleunigt werden kann.

Ein weiterer Grund könnte eine Mindestbestellmenge beim Lieferanten sein, aber das ist aktuell noch nicht implementiert.

Bedarfsermittlung

Sie haben vorher eine Bedarfsprognose durchgeführt. Als nächster Schritt kommt die Bedarfsermittlung. Es wird dabei verglichen, ob die Artikel an Lager hat, bei denen die Lagermenge für die kommende Periode nicht ausreicht. Es wird auch ermittelt, wieviele Artikel nachbestellt werden müssen.

  • Gehen Sie zu >Lager & Invntur >Bestellpunkte >Bedarfsermittlung
  • Anschliessend wird gerechnet.
    • Es wird geschaut, ob es nötige Bestellungen gibt, die von vordefinierten "Bestellpunkten" (z.B. Unterschreitung von minimaler Lagermenge) her rühren.
    • Es wird geschaut, ob es Bedarfsprognosen gibt, auf Grund derer Material nachbestellt werden soll.

Die zu bestellenden Artikel werden Ihnen als Bestellvorschläge aufgelistet.

Nähere Infos zur Berechnung

  1. Als erstes wird der nächstmögliche Liefertermin für einen Artikel berechnet.
    • Der Liefertermin berechnet sich aus dem heutigen Tag und der beim Lieferanten für den Artikel hinterlegten durchschnittlichen Beschaffungszeit.
    • Ist die durchschnittliche Beschaffungszeit z.B. 1 Woche, dann wäre der nächste Liefertermin heute in einer Woche.
    • Bei Artikeln, bei denen keine Beschaffungszeit hinterlegt ist, ist das immer der Sankt-Nimmerleins-Tag (der höchstmögliche Tag der Programmiersprache). Daher ist es wichtig, eine Beschaffungszeit zu erfassen.
  2. Als nächstes wir der übernächste Liefertermin berechnet.
    • Dieser Liefertermin berechnet sich aus dem heutigen Tag und dem Beschaffungsintervall.
    • Das Beschaffungsintervall wird definiert unter >Einkauf >Einstellungen >Einstellungen Einkauf
  3. Als nächstes wird der voraussichtliche Lagerbestand zum Zeitpunkt des nächstmöglichen Liefertermins (siehe 1.) berechnet.
  4. Nun wird der Rückstand zwischen dem frühesten Liefertermin und dem übernächsten Liefertermin berechnet.
    • Wenn kein Beschaffungsdatum auf dem Lieferanten gesetzt ist, wird hier also immer der vollständige Rückstand bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ermittelt.
  5. Wenn der Rückstand berechnet ist, wird ggf. noch die Zielmenge aus einem Bestellpunkt zum Rückstand hinzugezählt.
    • Einen Bestellpunkt kann man in diesem Szenario also als eine Art Sicherheitsreserve betrachten.

Bestellvorschläge

Die Bestellvorschläge geben Ihnen an, welche Artikel nun bestellt werden sollen. Sie können aus den Bestellvorschlägen nun "Einkäufe" erstellen. Daraus ergeben sich Bestellblätter pro Lieferant und Sie können die Bestellungen damit gleich in Auftrag geben.

Begriffserklärungen

Erwartetes Beschaffungsdatum

Es handelt sich um den voraussichtlichen Liefertermin wenn zum "Besten Einkaufsdatum" bestellt wird.

Bestes Einkaufsdatum

Dies ist das "Optimale Bestelldatum".

Bestand bei Beschaffungsdatum

Es handelt sich hier um den Bestand, der zum Zeitpunkt des übernächsten Bestelldatums noch verfügbar wäre.

Einkauf

Aus den Bestellvorschlägen wird anschliessend pro Lieferant ein Einkauf erstellt. Für den weiteren Verlauf siehe die separate Anleitung für den normalen Einkauf.